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Butzbacher Tafel versorgt 230 Kinder – Spendenaktion des HR

Spendenaktion HR-Moderator hilft bei Ausgabe / Junge Menschen an Thema Armut interessiert

Foto vom HR Besuch bei der Butzbacher Tafel

Foto: thg (Quelle BZ)

(thg). Mehr als 600 Menschen aus Butzbach, Rockenberg, Münzenberg und Langgöns, darunter 230 Kinder, versorgt die Butzbacher Tafel mit Lebensmitteln. Diese stammen aus Supermärkten und Bäckereien aus dem Dreieck Langgöns – Bad Nauheim – Wölfersheim. Zweimal in der Woche ist Ausgabe, wenn 100 bis 120 von den von ehrenamtlichen Mitarbeitern vorgepackten Lebensmittelkisten den Besitzer wechseln, ergänzt nach Wunsch um Frischwaren wie Obst oder Salat. Gestern war You-FM-Radiomoderator Johannes Sassenroth mit HR-Facebook-Reporter Nasir Mahmood mit dabei. Der Sender unterstützt in einer Aktion vor Weihnachten die Tafeln, macht auf deren Arbeit aufmerksam und wirbt um Spenden für den Landesverband.

 

Gekommen waren ebenfalls Lasse Kröll und Kristian Reitz, Schrenzerschüler der Klasse 7b, die in einer Schul-Veranstaltung bereits die Arbeitsweise der Tafel kennengelernt hatten. Sie standen dem HR-Team Rede und Antwort. Kröll will ab Februar ein Sozialpraktikum bei der Butzbacher Tafel absolvieren. Beide machen sich auch Gedanken um die Kunden, wie die Tafel die Annahmeberechtigten nennt. „Man kann froh sein, wenn man nicht auf die Tafel angewiesen ist“, sagen sie. Dass es auch unter den Schülern Kinder gibt, die von der Tafel unterstützt werden, haben sie sich schon gedacht, was sich gestern auch bestätigte.

 

Tafel-Vereinsvorsitzender Wolfgang Effinger erläuterte die Tätigkeiten der Butzbacher Tafel. Er hatte sich beim HR darum beworben, dass das Projekt in der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Unter anderem hat er ein Konzept entworfen für eine Informationsveranstaltung für Schüler. Die Schrenzerschule nimmt daran teil. Weidigschüler kommen alle zwei Jahre zur Tafel, wenn Austausch-Schüler aus den USA zu Gast sind, um sich zu informieren.

 

„Gut essbare Lebensmittel“ sind in den Kisten enthalten, beschreibt es Effinger. Dabei ist die Tafel stets davon abhängig, was sie von den Supermärkten erhält. Daher unterliegt das Angebot Schwankungen in Menge und Warengruppen. Kommt es zu Engpässen, schöpfen die Tafel-Mitarbeiter aber aus den Reserven lange haltbarer Lebensmittel wie Konserven oder Nudeln und Reis, um die Kisten zu füllen. Sie stammen aus Spenden von Privatleuten, aber auch aus Aktionen von Lebensmittelmärkten.

 

Neben der Versorgung der Kunden – die für die Anmeldung einen entsprechenden Sozialleistungsbescheid vorlegen müssen – sieht Effinger in der Abgabe der Lebensmittel noch einen weiteren Sinn. „Was wir davon ausgeben, wäre sonst weggeworfen worden.“ Ohne Tafeln würden mehr als zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel zu Abfall. Und auch Privat-Haushalte werfen in der Regel zu viel weg. Das Mindesthaltbarkeitsdatum gebe an, bis wann der Hersteller eine Garantie auf die Qualität des Produkts gebe. In der Regel sei es nach Ablauf des Datums weiter genießbar.

 

Wer zur Ausgabe kommt, legt den von den Tafel-Mitarbeitern ausgestellten Ausweis vor. Zwei Euro beträgt der Kostenanteil, aber auch die zu zahlen wird für manchen Kunden zum Monatsende hin schwierig. Es gibt Kisten für ein bis zwei Personen und für Familien. Die erhaltene Kiste schiebt der Tafelkunde die Ausgabetische entlang und erhält dort die weiteren Waren, ob Salat, abgepackte Wurst, Joghurt oder Brot und Brötchen. Solange die Auswahl besteht, können die Kunden auch gezielt nach Produkten fragen, die in großen Kisten hinter den vier bis fünf Ehrenamtlichen liegen, die für die Ausgabe zuständig sind. Nach dem Umpacken in die eigenen Einkaufstaschen gehen die Kisten wieder leer zurück.

 

Jugendwelle-Moderator Sassenroth nahm aktiv an der Ausgabe teil. Dabei kam er auch mit den Menschen ins Gespräch. Unter anderem war er „überrascht, wie sittsam es hier zugeht“, oder auch den Satz „Danke, das habe ich schon“ auf sein Angebot an Obst hin habe er gehört. Die Arbeit der Tafeln sei ihm fast eine Herzensangelegenheit, sagte er. Vor einiger Zeit habe er in Frankfurt angefragt, ob er dauerhaft ehrenamtlich helfen könne. Da die Hauptarbeit aber am Vormittag läuft, wenn er arbeitet, sei es nicht dazu gekommen. Bei You FM habe er aber auch schon früher beim Thema Armut festgestellt, dass junge Menschen an diesem Thema interessiert sind. Deswegen komme es auch im Programm vor.

 

Weihnachtlich wird es bei der Tafel in der Regel erst nach dem Fest, denn Weihnachtsmänner oder festliche Speisen sortieren die Supermärkte natürlich erst nach den Feiertagen aus. Aber für die Kinder ist gesorgt. Die Kita Rockenberg packt Päckchen für sie. Spenden für die Butzbacher Tafel sind möglich auf das Konto DE47 5186 1403  0000 0004 50 bei der Volksbank Butzbach. Auch lange haltbare Lebensmittel werden angenommen, darüber informiert die Tafel, unter anderem gibt es ein Kontaktformular unter www.butzbacher-tafel.de. Informationen zur HR-Spendenaktion gibt es unter www.hr.de.

 

Wann der Radiobeitrag ausgestrahlt und auf Facebook zu sehen sein wird, ist noch nicht klar, voraussichtlich in der übernächsten Woche.

(Quelle BZ)
 
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© Butzbacher Tafel